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Unicredit legt offizielles Übernahmeangebot für Commerzbank vor

11 de julio de 2026Pablo Navarro3 min

Die italienische Großbank Unicredit hat offiziell ein Übernahmeangebot für die Commerzbank vorgelegt, obwohl das Management der deutschen Bank, Arbeitnehmervertreter und die Bundesregierung den Plan ablehnen. Unicredit, bereits größter Aktionär der Commerzbank, strebt an, die 30-Prozent-Schwelle im deutschen Übernahmerecht zu überschreiten, ohne die vollständige Kontrolle zu erlangen, und will einen konstruktiven Dialog mit allen Beteiligten fördern.

Das Angebot sieht vor, dass Commerzbank-Aktionäre 0,485 neue Unicredit-Aktien für jede ihrer Commerzbank-Aktien erhalten, was einem Wert von 30,80 Euro pro Anteil und einem Aufschlag von 4 Prozent zum damaligen Schlusskurs am 13. März entspricht. Das offizielle Angebot soll Anfang Mai mit einer vierwöchigen Frist beginnen, gefolgt von einer außerordentlichen Hauptversammlung zur Einholung der Aktionärszustimmung.

Unicredit-Chef Andrea Orcel, der in Deutschland bereits über die Hypovereinsbank (HVB) präsent ist, argumentiert seit Monaten, dass größere europäische Banken notwendig sind, um im Wettbewerb mit starken US-Geldhäusern zu bestehen. Unicredit baute ihre Beteiligung an der Commerzbank seit September 2024 schrittweise aus und übertraf den deutschen Staat, der trotz seiner gut 12-prozentigen Beteiligung und dem Wunsch nach einer „starken und unabhängigen Commerzbank“ seine Anteile nicht verkaufen will. Die Zustimmung der Bankenaufsicht (EZB) und des Bundeskartellamts für eine Aufstockung auf fast 30 Prozent wurde bereits erteilt.

Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp verteidigt die Eigenständigkeit der Bank mit Maßnahmen wie ehrgeizigen Renditezielen, höheren Dividenden und einem angekündigten Stellenabbau von rund 3900 Positionen (größtenteils in Deutschland), um den Aktienkurs als Abschreckung zu stärken. Trotzdem behält Orcel seine Pläne bei und sieht große Synergien zwischen den beiden Banken. Die Gewerkschaft Verdi befürchtet angesichts früherer Erfahrungen, wie der Übernahme der HVB durch Unicredit im Jahr 2005, einen erheblichen Stellenabbau bei der Commerzbank.

Unicredit Formally Submits Takeover Bid for Commerzbank

Italian banking giant Unicredit has formally submitted a takeover bid for Commerzbank, despite resistance from the German bank's management, employee representatives, and the German government. Unicredit, already Commerzbank's largest shareholder, aims to exceed the 30-percent threshold under German takeover law without gaining full control, seeking to foster constructive dialogue with all stakeholders.

The offer proposes that Commerzbank shareholders receive 0.485 new Unicredit shares for each of their Commerzbank shares, valuing each share at €30.80 and representing a 4 percent premium over the closing price on March 13. The official offer is expected in early May with a four-week acceptance period, followed by an extraordinary general meeting to gain shareholder approval.

Unicredit CEO Andrea Orcel, who already has a presence in the German market through Hypovereinsbank (HVB), has been advocating for the acquisition for months, arguing that Europe needs larger banks to compete effectively with strong US financial institutions. Unicredit gradually increased its stake in Commerzbank since September 2024, surpassing the German state, which holds over 12 percent and wishes to maintain a "strong and independent Commerzbank." Regulatory approval from the European Central Bank (ECB) and the German Federal Cartel Office to increase its stake to nearly 30 percent had already been granted.

Commerzbank CEO Bettina Orlopp has vigorously defended the bank's independence by implementing ambitious profitability targets, higher dividends, and announcing 3,900 job cuts (mostly in Germany), aiming to strengthen the share price as a deterrent. Nevertheless, Orcel remains steadfast in his plans, citing significant synergies between the two banks. The Verdi trade union, however, fears substantial job losses at Commerzbank, drawing parallels to Unicredit's 2005 acquisition of HVB, which led to significant downsizing at the Munich-based bank.