Thyssenkrupp Stahlsparte: Jindal-Deal geplatzt, Foi auf riskanter Mission
Der Verkauf der Stahlsparte von Thyssenkrupp an Jindal ist geplatzt. Was nun kommt, ist ein riskantes Unterfangen.
Man muss Thyssenkrupp zugutehalten, dass dem Management immer neue Formulierungen einfallen, um die wiederholten strategischen Misserfolge im Stahlbereich zu verschleiern. So auch bei der Meldung vom Wochenende über den gescheiterten Verkauf der Problemtochter an den Inder Naveen Jindal: Beide Seiten hätten sich entschieden, die Gespräche über eine Beteiligung zu „pausieren“, heißt es in der offiziellen Erklärung aus Essen.
Dies erweckt den Anschein, dass ein Deal doch noch möglich sein könnte. Das ist jedoch unwahrscheinlich, wie der weitere Text der Pressemitteilung eindeutig zeigt: Der Konzern betont die „Fortschritte“ bei der Neuausrichtung des Stahlbereichs, das „vorteilhaftere“ politische Umfeld und die guten Chancen für eine „profitable Fortführung“ des Verlustbringers. Offensichtlich ist Konzernchef Miguel López entschlossen, den Alleingang zu wagen.
Man darf die These aufstellen, dass ein weiterer wichtiger Faktor eine Rolle spielt, der in der Meldung aus Essen nicht erwähnt wird: die über 3 Milliarden Euro in bar und Aktien, die Thyssenkrupp gerade zufließen. Dieser riesige Betrag stammt aus den letzten Anteilen an der ehemaligen Aufzugstochter des Konzerns und erhöht den finanziellen Spielraum des Unternehmens erheblich. Zynisch könnte man sagen: Thyssenkrupp verfügt über genügend Geld, um es im Stahlbereich zu versenken. So war es seit dem Verkauf der Aufzugssparte für 17,2 Milliarden Euro im Jahr 2020 – und so kann es nun eine ganze Weile weitergehen, obwohl das damalige Geld größtenteils aufgebraucht ist.
Thyssenkrupp Stahlriese mitten im Umbau
Die entscheidende Frage ist: Kann der Stahlbereich in absehbarer Zeit seine Kapitalkosten verdienen? Das erscheint unwahrscheinlich, da sich das Unternehmen mitten im technologischen Umbau hin zu grünem Stahl befindet. All die verbesserten externen Rahmenbedingungen helfen wenig, solange die internen Faktoren nicht stimmen. Der beschlossene Stellenabbau und die Trennung vom Stahlwerk HKM müssen erst noch ihre Wirkung entfalten; zunächst verschlingen sie weitere Milliarden Euro. Und nicht zuletzt muss das neue Management um Stahlchefin Marie Jaroni erst beweisen, ob es, anders als alle Vorgängerteams, tatsächlich konsequent im Tagesgeschäft durchgreift.
Die Verselbstständigung des Stahlbereichs ohne einen potenten Partner führt den Gesamtkonzern auf einen sehr riskanten Pfad. Zwar kann sich der Rückzug der Konzernzentrale, die traditionell überall mitredet, als vorteilhaft erweisen. Aber vorher stellt sich die Frage, wie Miguel López letztendlich seine Tochtergesellschaft finanziell ausstatten wird, um sie in die Freiheit zu entlassen.
Das Beispiel der ehemaligen Marinesparte TKMS zeigt, dass sich der Konzern schwer tut, sich am Ende wirklich konsequent zurückzuziehen. Die heutige Organisationsstruktur von TKMS spiegelt eher die Interessen des Konzerns wider als die Bedürfnisse des U-Boot-Bauers.
Thyssenkrupp mag nun eine Pause einlegen. Aber vieles deutet darauf hin, dass das Drama weitergeht, bis wirklich der Vorhang fällt.
Novedades — Economy News

Former Billionaire René Benko Seeks Prison Carpentry Job Amidst Signa Collapse
Former billionaire René Benko, the architect behind the now-insolvent Signa Group, has been in pre-trial detention for over a year. He is now reportedly seeking to take up carpentry during his time in custody. His lawyer confirmed Benko's intention to work as a carpenter, explaining that

AI Bubble: Economist Sees No Soft Landing
Paul Kedrosky, an investor and research fellow at MIT, expresses significant concerns regarding the current trajectory of the AI sector. He asserts that an excessive number of data centers are being constructed across the USA, designed for the artificial intelligence industry, which vastly surp

Taxfix Nears Profitability, Reduces Losses & Eyes US Expansion
The Berlin-based tax startup Taxfix is making significant strides towards achieving profitability, having substantially reduced its annual losses. The company, which attained unicorn status with a valuation of one billion Euros in 2022, reported a deficit of 19.5 million Euros on revenues of 67

Retirement Planning: The Ideal Wealth for Every Age
Starting early with retirement planning can significantly ease later life. However, many individuals begin without a clear strategy. This article explores the ideal amount of wealth you should have accumulated at different stages of life to ensure financial security.

Irankrieg: Ölkonzerne verbuchen Milliarden-Zusatzeinnahmen trotz Konflikt
Deutscher Text (neu formuliert) Die aktuellen geopolitischen Spannungen, insbesondere der Konflikt im Iran, treiben die Ölpreise in die Höhe und bescheren den großen Ölkonzernen unerwartete Milliardengewinne. Experten prognostizieren, dass allein amerikanische Unternehmen in diesem Jahr üb

Dollar Weakness: Strategies for MSCI World Investors to Tackle Currency Losses
The U.S. dollar experienced a notable downturn following Donald Trump's inauguration. This depreciation resulted in financial losses for investors across Europe. A critical question arises: how advisable and effective is it to implement strategies aimed at hedging against such currency fluctuat